Radiochemotherapie mit Hyperthermie

Radiochemotherapie ist der gegenwärtige Therapiestandard bei den meisten der Kopf-Hals-Tumoren. Ergänzt man die Strahlentherapie mit der Hyperthermie, kann die Überlebenszeit deutlich verlängert werden. Auch für die Kombination von Chemotherapie und Hyperthermie konnte gezeigt werden, dass die Wirkung der Chemotherapie durch die Hyperthermie verbessert werden konnte. Daher müsste man davon ausgehen, dass die Kombination von allen drei Therapien die Effektivität und auch die Überlebensrate noch erhöht.

Mit der oben beschriebenen Dreifachtherapie wurden bei Huilgol und Mitarbeitern aus Mumbai/Indien Patienten mit inoperablem Kopf-Hals-Tumor behandelt. Nasopharyngealkarzinome galten für diese prospektive nicht-randomisierte Studie als Ausschlusskriterium. Alle bildgebenden Verfahren wurden durchgeführt, bevor die Diagnose durch histologische Befunde bestätigt wurde. 23 Patienten wurden mit der herkömmlichen Fraktionierung bis zu 70 Gy bestrahlt. Die Patienten erhielten außerdem entweder 60 µg Paclitaxel oder 50 mg Cisplatin pro Woche. Kontrolluntersuchungen fanden vor, während und nach der Behandlung statt. Sofortreaktion und Toxizität wurden ständig überwacht.

Das Ergebnis: Die Dreifachkombination wurde gut vertragen. Bei 10 Patienten zeigte sich eine Komplettremission und bei 13 eine partielle Remission. Balabhai und Mitarbeiter werden im nächsten Schritt eine randomisierte Studie durchführen, um die Rolle der Hyperthermie in der Tumortherapie zu bestätigen.

Quelle: Forum Hyperthermie, 1/10.2007
Quelle: Huilgol, N. G.: Chemo-Radiation with RF Hyperthermia - a novel trimodality Option for advanced Head and Neck Cancer. Poster präsentiert anlässlich der ESHO-Tagung, Prag, Juni 2007
Quelle: Huilgol, N. G.: Chemo-Radiation with RF Hyperthermia - a novel trimodality Option for advanced Head and Neck Cancer. Poster präsentiert anlässlich der ESHO-Tagung, Prag, Juni 2007