Krebs: Immer weniger Opfer

Die Krebs-Neuerkrankungsrate ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. Bösartige Tumore werden bei 19.500 Männern und 17.400 Frauen jährlich erkannt. Das entspricht einem Rückgang von sechs beziehungsweise vier Prozent. 26 Prozent der positiven Neudiagnosen bei Herren betraf die Prostata, bei Frauen ist mit 28 Prozent Brustkrebs der häufigste Befund. Auch die Zahl der Krebstoten ist in der letzten Dekade um 14 Prozent gesunken. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass jährlich 9000 Frauen und 10.000 Männer der Krankheit zum Opfer fallen. 2200 Herren (20 Prozent der männlichen Krebstoten) sterben pro Jahr an einem Bronchialkarzinom, 1500 Frauen an Brustkrebs - das sind rund 17 Prozent aller weiblichen Krebssterbefälle. Der Rückgang der Todesrate lässt sich auf die ausgezeichnete medizinische Behandlung im Land zurückführen. Laut internationalen Studien liegt Österreich dabei deutlich über dem EU-Schnitt.

So werden in der Alpenrepublik 3,5 Millionen Euro pro 100.000 Einwohner jährlich für Therapien und Krebsmedikamente aufgewendet - der EU-Schnitt liegt bei 2,6 Millionen Euro. Heimische Patienten können sich also des Einsatzes modernster medikamentöser Behandlungsmethoden sicher sein. Trotzdem fordert die Österreichische Krebshilfe einen nationalen Krebsplan und ein Beibehalten des medizinischen Standards. Ebenso wichtig seien organisierte Krebs-Früherkennungsuntersuchungen: "Die Prophylaxe muss verstärkt thematisiert werden. Nur dann lassen sich die Menschen auch regelmäßig untersuchen. Vor allem Dickdarmkrebs und Brustkrebs könnten dadurch noch häufiger vermieden werden", sagt Dr. Doris Kiefhaber von der Krebshilfe anlässlich des heutigen Welt-Krebstags.

Quelle: Heute